Freitag, 10. September 2010
Lifestyle
09.03.2010
GENFER AUTOSALON 2010
Neue Vielfalt im Zwergenreich
Aus Genf berichtet Tom Grünweg 
Kombi, Coupé, Van oder Crossover - an diese Spielarten haben sich die Kunden bis hinunter in die Kompaktklasse mittlerweile gewöhnt. Bei Kleinwagen dagegen gab es diese Vielfalt bislang noch nicht. Doch mit vielen Neuheiten aus Genf wird sich das bald ändern.

Genf - Kleinwagen sind die großen Gewinner der Krise: Seit Abwrackprämie, Wirtschaftskrise und hohe Spritpreise den Markt durcheinander gewirbelt haben, stehen preiswerte Stadtflitzer hoch im Kurs. Entsprechend viel Beachtung finden die Kleinwagen deshalb auch bei den Designern und Entwicklern. Früher nur leidige Pflichtübung, sind sie jetzt zu wichtigen Stützen des Geschäfts geworden, mit denen man sich spürbar mehr Mühe gibt.

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Kleinwagen: Die Genfer Neuheiten in Bildern


In diesem Segment ist weltweit Musik drin", hat auch Opel-Chef Nick Reilly erkannt und hofft deshalb selbst auf Zuwachs unterhalb des Corsa. "In zwei Jahren könnten wir so weit sein", sagt er und stellt einen kleinen Stadtflitzer im Stil von Fiat 500 oder Nissan Micra in Aussicht.

Da sind andere schneller - und vielfältiger. Denn die Fokussierung auf den Kleinwagen führt auch zu einer Entwicklung, wie man sie bislang nur bis zur Kompaktklasse kannte: die große Segmentierung. "Das ist die logische Konsequenz aus den Segmentverschiebungen der letzten Jahre", sagt Nick Margetts vom Marktforscher Jato Dynamics: "So, wie die Hersteller in den anderen Klassen in immer neue Nischen vorgestoßen sind, versuchen sie es nun auch mit der Vielfalt im Reich der Zwerge. Schließlich gibt es dort mittlerweile so viele Kunden, dass sich die zahlreichen Varianten auch in ausreichender Stückzahl verkaufen lassen dürften."

Der VW Polo wächst zur Modellfamilie

VW beherrscht die Modifikation besonders gut. Sonst bisweilen eher langsam in der Reaktion auf Trends, wächst etwa der neue Polo munter zur Modellfamilie: Neben Drei- und Fünftürer stehen in Genf deshalb der neue CrossPolo mit etwas mehr Bodenfreiheit und ein paar Plastikplanken und die nächste Auflage des GTI.

Wie sein großer Bruder aus der Golf-Reihe hat er einen roten Rand im wabenförmigen Kühlergrill, einen verchromtem Doppelauspuff, einen Heckspoiler und innen die schwarz-grauen Karomuster auf den Sitzen. Unter der Haube steckt ein 1,4 Liter großer TSi-Motor mit 180 PS, der den Sportler in 6,9 Sekunden auf Tempo 100 treibt und eine Höchstgeschwindigkeit von 229 km/h erlaubt. Das finden im Konzern offenbar auch andere Entwickler reizvoll. Deshalb debütiert der Motor gleich auch noch in der neuen RS-Version des frischgelifteten Skoda Fabia.

Mit den Polos für Angeber ist das Repertoire noch nicht ausgereizt. Ein Variant ist durchaus möglich und ein Stufenheck nicht ausgeschlossen - auf Märkten wie den USA oder China ist ein Kleinwagen sonst fast unverkäuflich.

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  Teil 1: Neue Vielfalt im Zwergenreich
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