Donnerstag, 9. September 2010
GRIECHISCHER STAATSBESITZ
Telekom könnte weitere OTE-Aktien kaufen
Griechenland könnte seine leeren Staatskassen auf Kosten der Deutschen Telekom ein wenig auffüllen. Der griechische Staat habe weiterhin das Recht, einen Teil seiner Aktien am griechischen Telekom-Konzern OTE an die Telekom zu verkaufen, sagte Telekom-Chef Rene Obermann am Freitag.
Königswinter - "Das kann die griechische Regierung entscheiden. Wir sind gesprächsbereit", sagte der Telekom-Chef am Rande einer Konferenz in Königswinter. Sein Unternehmen würde sich das "sicherlich mit Interesse angucken."
Der Bonner Konzern war 2008 für 3,2 Milliarden Euro bei dem Staatskonzern eingestiegen und hatte seine Beteiligung später auf 30 Prozent aufgestockt. Seinerzeit wurde auch eine sogenannte Put-Option vereinbart, der zufolge der Mittelmeerstaat weitere 10 Prozent seiner OTE-Papiere an die Telekom verkaufen kann. Die Deutsche Telekom muss das Paket zu einem festgeschriebenen Preis übernehmen - beim derzeitigen OTE-Aktienkurs könnten das bis zu 570 Millionen Euro werden.
Analysten erwarten, dass die griechische Regierung angesichts ihrer klammen Haushaltslage diese Option jederzeit ausüben könnte.
manager magazin mit Material von reuters Staatsbesitz: Der Schatz der Griechen